Zündstoff für sichere Qualität

Forschung, Entwicklung und Produktion sind wichtige Standbeine für das Sulzburger Unternehmen. Nicht umsonst sieht sich Hekatron seit Jahren als der Partner in der Branche rund um die Brandmeldetechnik. Entsprechend stark aufgestellt ist das zuständige Kompetenzzentrum „Brandmelder/Sensorik und Zubehör“. „Wir entwickeln und produzieren in einer Region, in der andere Urlaub machen“, stellt Gerold Stauss mit einem Lächeln fest. „Developed and Made in Sulzburg“ ist seinen Erfahrungen nach heute ein ganz wichtiges Entscheidungskriterium für manche Kunden. Stauss ist verantwortlich für das Kompetenzzentrum und Mitglied der Geschäftsleitung.

Seine Mitarbeiter kümmern sich um Forschung und Entwicklung neuer Produkte, um die Qualitätssicherung und um die Pflege des Seriensortimentes. Da gehört auch ein extrem schnell und intensiv reagierendes Reklamationsmanagement dazu.

Trotz Produktionsstückzahlen und Auslieferungen von mehreren Millionen Brandmeldern pro Jahr muss stets eine hundertprozentige Sicherheit in der Funktion gewährleistet werden. „Quality First – das darf bei uns gar nicht anders sein“, betont Stauss, dessen Abteilung genau dafür der Garant ist. Entsprechend hoch ist die Zusicherung einiger Eigenschaften. Etwa eine Mindestfunktionszeit von zehn Jahren. „Das gewährleisten wir bei jedem unserer Brandmelder“, unterstreicht der Diplom-Ingenieur. Dieses Ziel, so Stauss weiter, sei im Bewusstsein eines jeden Mitarbeiters fest verankert. Dass solche Eigenschaften wichtig für den Kunden sind, zeigt laut Stauss die preisliche Akzeptanz, und meint:„Jeder kann sich ein Hekatron-Produkt leisten.“ Der Leitsatz des Kompetenzzentrums lautet: Auf Basis aktueller Technologien und Kompetenzen entwickelt Hekatron neue Produktmerkmale, die dem Kunden nutzen werden und begeistern sollen.„Daran halten wir uns Tag für Tag“, meint Gerold Stauss. Herzstück seines Teams bilden Ingenieure, die etwa 80 Prozent am Personalstamm des Kompetenzzentrums ausmachen –darunter finden sich Spezialisten für die Grundlagenentwicklung, die Elektronik, die Software, die Mechanik und die Qualitätssicherung. „Wichtig sind dabei auch unsere Tester, Qualitätssicherer, Physiker und Mechatroniker und die Betreuung von Studenten beim Bachelor- oder Masterabschluss“, erklärt der Zentrumsleiter. Viele dieser Personen lernen an der Dualen Hochschule in Lörrach oder studieren an der Universität.

Für Hekatron sei dies eine gute Möglichkeit, früh Ingenieure und Wissenschaftler an das Unternehmen zu binden. Dass sich bisher praktisch alle Bewerber für Hekatron entschieden haben, habe mit den Werten von Hekatron und der Sinnhaftigkeit des Produkts, mit dem Menschen geschützt werden sollen, zu tun, so Gerold Stauss.

Das interne Projektmanagement steuert im Durchschnitt parallel mehr als 40 verschiedene Projekte, um neue Systeme und Produkte zu entwickeln und dadurch die nächsten Evolutionsstufen des Hekatron-Sortiments umzusetzen. Facharbeiter führen die geplanten Tests in einem hervorragend ausgestatteten Testpark durch. Stauss nannte verschiedene Labore, die beispielsweise Gasanalysen vornehmen oder die elektromagnetische Verträglichkeit prüfen. Klima- und Umweltbelastung, Schadgase und optische wie akustische Tests gehören ebenso in den Bereich der Labore. Erst wenn Bauteile und neue Technologien vollends getestet sind und Marktreife haben, werden sie zur Zulassung bei der unabhängigen Prüfstelle VdS vorgelegt. „Für uns wäre es dramatisch, müssten wir wegen eines Fehlers unsere Brandmelder zurückrufen müssen“, betont der Entwicklungschef.

ELBA – EUROPAS MODERNSTES BRANDLABOR

Mit einer Vielzahl von Messfühlern und Kameras werden sämtliche standardisierte Testreihen erfasst und die gewonnenen Werte an den modernen Kontrollraum zur Auswertung übermittelt.

 In dem Labor können sämtliche Brandmelderarten und Rauchschalter ganz unterschiedlicher Einsatzmöglichkeiten geprüft werden. Als einzige Anlage verfügt das Elba auch über eine komplette Partikelanalyse- und Gasspektrometer-Messeinrichtung, die das Entwicklungs- und Forschungsteam bei ihrer Arbeit im Bereich neuer innovativer Sensorik unterstützt. „Wir bauen auf eine Multisensortechnik, die sowohl die Streulichttechnik als auch die Gasanalyse und Klimasensorik beinhaltet“, sagt Gerold Stauss. „Wir werden hierdurch in Zukunft noch viele sogenannte Magic Moments bei der Entwicklung unserer Systeme und Produkte erleben und damit unsere Kunden begeistern“, sagt Stauss. 

Vom Kontrollraum wird das Testfeuer gesteuert und überwacht von Joachim Leisinger (vorne), Projektleiter der Elba-Entwicklung, und Alexander Somik, Laborleiter Elba

ELBA – DAS ERPROBUNGSLABOR FÜR BRANDMELDER-APPLIKATIONEN

Kokeln ist im Elba ausdrücklich erlaubt.

Das neu geschaffene Erprobungslabor für Brandmelder-Applikationen ist in der Branche wohl einmalig und zählt heute zu den hauseigenen Marken. „Ein solches Labor gibt es sonst nirgenwo“, unterstreicht Gerold Stauss. In diesem Labor, das auf den ersten Blick nur eine von Rauch geschwärzte Halle ist, wird jedes entwickelte Produkt auf Herz und Nieren geprüft. Es ist eines der modernsten Branderprobungslabore der Welt und bietet auf rund 280 Quadratmetern ausreichend Fläche für Prüf- und Testbrände, die über aktuelle Normen hinaus analysiert werden. Das Elba ist das Ergebnis von mehr als 50 Jahren innovativer Forschungs- und Entwicklungsarbeit, erklärt der Leiter des zuständigen Kompetenzzentrums. Überall an den Decken, Wänden und am Fußboden sind Sensoren angebracht.

Gerold Stauss

Die Optimierung von Produkten ist ebenso wie die Grundlagenforschung ein wichtiges Thema für Hekatron. So kümmert sich Gerold Stauss, Leiter des Kompetenzzentrums für Brandmelder und Sensorik, mit seinemTeam darum, dass Qualität, Funktion und Sicherheit der Hekatron-Brandmelder höchsten Maßstäben entsprechen und Kunden weltweit überzeugen.